
Mit dem DSV-Jubiläumspokal wurden die punktbesten Verbandsvereine Deutschlands für die erfolgreiche Teilnahme bei Deutschen Meisterschaften ausgezeichnet. Aus Bayern waren dies der der Deutsche Touring Yachtclub und der der Herrschinger Segelclub. Der HSC erhielt diese Auszeichnung bereits zum vierten Mal, davon jetzt nach 2009 zum ersten Mal in Folge. Der HSC befindet befindet sich dabei neben dem DTYC in Gesellschaft des Norddeutschen Regatta Vereins (NRV), des VSaW und des Düsseldorfer Yachtclubs. Die notwendigen Punkte wurden insbesondere von unseren Jugendlichen erkämpft. Hier zeigen sich die Erfolge aus dem jahrelangen systematischen Training. In die Wertungen kamen Philipp Müller (3 Wertungen), Kristin Geisler (2), Hans-Peter Schwarz (2), Stefan Beichl, Christian Kellner und Christoph Welsch.
Der 1988 aus Anlaß des 100jährigen Bestehens des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) gestiftete und jeweils im Jahr des Deutschen Seglertages zu vergebende Jubiläumspokal des DSV für Meisterschaften wurde in diesem Jahr anlässlich des Deutschen Seglertages im November 2011 in Berlin verliehen. Die Pokale für Meisterschaften werden den 9 punktbesten Verbandsvereinen zugesprochen.
Nach einer vierwöchigen Regattapause ging es für dieses Jahr das letzte Mal Richtung Norden, die Deutsche Meisterschaft in Medemblik/ Holland stand auf dem Programm. Anders wie in Warnemünde war endlich mal Wind und wir konnten die komplette Serie mit 8 Wettfahrten bei 10-13 Knoten Wind zu Ende bringen.

Bei der diesjährigen Weltmeisterschaft der TOPCAT K1 in Ebensee (Österreich) belegte Normann Strack den dritten Platz. Moment mal, da steht doch SUI im Segel, wie denn das?
Zunächst ohne WM-Vorschoter traf Normann am Comer See auf Ralf Hartmann aus der Schweiz, der ebenfalls gut TOPCAT segelt. Man tat sich auf seinem Boot zusammen, und sein Boot trägt natürlich SUI, Vorschoter hin oder her.
Auf dem Traunsee herrschten leichte bis mittlere Thermikwinde vor. Die Düse an der Felswand war schwierig einzuschätzen, entsprechend stark wechselten auch die Platzierungen. Am Ende konnte es kaum spannender werden: Am letzten Wettfahrttag lagen Normann und Ralf mit zwei weiteren TOPCAT K1 punktgleich auf dem dritten Platz, der Sechste hatte nur einen und der Siebte nur zwei Punkte mehr. Und der Wind versprach nichts Gutes, immer wieder brach die Thermik etwas ein. Nachdem der Start und die erste Runde sehr gut waren, flaute der Wind am Leefass völlig ab. Obwohl sie als einzige um das Fass und schon wieder auf dem Weg in den Wind waren, war Normann sehr froh, dass abgeschossen wurde. Damit war der Vorabend- auch der Endstand: Bronze für Normann Strack und Ralf Hartmann.
Genauso spannend, wie bei Platz drei, ging es an der Spitze zu: Pasolini/Casadei, die derzeit herausragende TOPCAT-K1-Crew aus Italien, waren mit 16 Punkten punktgleiche Erste vor dem Segelprofi Thomas Zajak (49er/Tornado) und Mercedes Zinn-Zinnenburg aus Österreich.
Weil es kaum zu erwarten war, diese beiden Boote zu schlagen, hat Normann mit dem dritten Platz sein Maximalziel erreicht. Für sich, für die Schweiz und natürlich für den Herrschinger Segelclub.
Bei der soeben zu Ende gegangenen Europameisterschaft der 29er in Locarno am Lago Maggiore hat das Mädchenteam Kristin Geisler / Andrea Fuchs vom Ammersee (HSC/SCIA) den zweiten Platz und damit die Silbermedaille bei den Frauen geholt. Insgesamt waren 154 Teilnehmer am Start, viele auch aus den USA und Australien und hoben so die Euro fast auf WM-Niveau. Mit konstant guten Platzierungen gingen sie durch die Qualifikationswettfahrten und sicherten sich als eine von nur fünf deutschen Teams einen Startplatz in der Goldfleet. Dort drehten sie dann nochmals richtig auf, fuhren sogar einen Tagessieg ein und beendeten dann als Gesamt 14. und sicherten sich die Silbermedaille bei den Damen und das zweitbeste deutschen Ergebnis. Vor kurzem gelang den beiden Mädchen schon ein sensationelles Ergebnis: bei der „Young Europeans Sailing“ in Kiel wurden sie als Gesamtdritte hinter zwei dänischen Teams bestes deutsche Mannschaft. Zu den weiter Zielen befragt meint die 18 jährige Gymnasiastin Andrea Fuchs: nach dem wir im letzten Jahr zweimal ganz ganz knapp die Deutsche Meisterschaft verpasst haben wollen wir diesmal bei der IDJM im Oktober am Wannsee in Berlin richtig zuschlagen.
Albert Fuchs


An diesem Wochenende, 4./5. Juni 2011, ist das Ausscheidungsfinale der 420 er- Klasse in Travemünde zur Qualifikation für die Europameisterschaft in Tavira Portugal und zur Jugendeuropameisterschaft in Niewport, Belgien mit einem grandiosen Erfolg für unsere beiden HSC- 420 er Segler zu Ende gegangen. Gegen die gesamte deutsche Spitze der 40 besten in zuvor 3 Ausscheidungsregatten qualifizierten Mannschaften hat Maxi Marcour mit seinem Vorschoter Sebastian Haimerl das Finale gewonnen ( Einzelplätze 1,1,2,5,8,1, (27) ,3 = 21 Punkte), vier Punkte vor Paulina Rothlauf mit unserer Madlen Geisler auf dem 2. Platz. Beide fahren jetzt zur EM nach Portugal. Die Mädchen haben sogar 4 Einzelsiege erzielt, damit wurden sieben von acht Wettfahrten durch unsere beiden HSC- Mitglieder gewonnen. So eine Dominanz hat es in der 420er Klasse selten gegeben. Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem beachtenswerten Erfolg und wünschen den beiden viel Glück bei der Europameisterschaft.


Christian Kellner und Stammcrew Martin Schoeler) haben den Eurocup der 505er in Cannes vor den Schweizer Boot von Florian Stauffer und dem Dänischen Boot von Tom Boiland gewonnen. Es waren insgesamt 52 Teilnehmer am Start.
Leider war am ersten Tag so viel Wind, dass 10 Schiffe nicht aus dem Hafen kamen und weitere 10 auf dem Parcour Bruch hatten. Bei 6-7 Beaufort und bis zu 3m hohen sich brechenden Wellen waren Material und Mannschaften extrem gefordert. Die in an der gleichen Regatta teilnehmenden Tempests wurden nicht aufs Wasser geschickt.
An diesem Tag konnten sich die beiden mit zwei ersten Plätzen schon einen Vorsprung ergattern und sich eine solide Ausgangsbasis schaffen. Vielleicht hatte die vorherige Bootstaufe (schon nach 15 Bootsjahren) auf den Namen Bunga Bunga gewirkt. An den nächsten zwei Tagen konnten sie bei 3- 5 Beaufort und immer noch hoher Restwelle ihren Vorsprung ausbauen. Frieder Achterberg und Wolfi Stückl aus Tutzing wurden mit einer sensationellen Leistung Vierte .
Die diesjährige Deutsche Meisterschaft der 505er findet in Tutzing statt. Aufgrund der anzunehmenden Leichtwindverhältnisse wird Christian Kellner mit der Ex Olympionikin im 470er Kathrin Adlkofer aus Hamburg antreten. Als Vorbereitung dient ihnen unsere Pfingstregatta im Herrschinger Segelclub.

Philipp Müller berichtet:
Bereits im Vorhinein war uns klar, dass wir bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im 29er in Warnemünde vermutlich mit Leichtwind zu rechnen hatten. So kam es schließlich auch. Bereits am ersten Tag war der Wind sehr schwach und vor allem auf unserer Regattabahn durch den ablandigen Wind sehr böig. Starke Winddreher würfelten teilweise das gesamte Feld durcheinander. Den ersten Tag beendeten wir nach fünf Wettfahrten auf dem 8. Rang. Keine optimalen Ausgangsbedingungen um unseren Titel zu verteidigen.
Am nächsten Tag war der Wind zwar immer noch relativ schwach, jedoch konstanter und fairer zu segeln als am Vortag. Mit den Plätzen 3,3,6,3 waren wir schon deutlich zufriedener und könnten uns durch unsere konstante Serie im Gesamtergebnis sogar auf Platz 2 vorarbeiten.
Die nächsten beiden Tage war der Wind so schwach, dass keine weiteren Wettfahrten mehr stattfinden konnten. Somit behielten wir unseren 2. Platz. Gewonnen haben die beiden Kieler Justus Schmidt und Max Böhme.
Unseren Deutschen Meister Titel konnten wir leider nicht verteidigen, jedoch sind wir mit dem zweiten Platz trotzdem sehr zufrieden.
Dies war unsere letzte Regatta im 29er. Absofort geht es im 49er weiter.
Philipp Müller
Die Damenmannschaft Christin Geisler (HSC) und Andrea Fuchs (SCIA) ersegelte sich in dem mit 39 Startern stark besetztem Feld einen beachtlichen 4. Rang. Ihre besten Einzelplätze waren zwei zweite Plätze!
Wir gratulieren!

Beim italienischen Eurocup der 505 am Gardasee wurde Christian Kellner mit Stammcrew Martin Schoeler aus Hamburg bei 60 Booten aus 10 Nationen zweiter. Er lag sogar bis zur 6ten Wettfahrt lag er sogar in Fuehrung. Insgesamt erreichte er in den 8 Wettfahrten einen ersten Platz, zwei zweite und drei vierte Plätze. Sein Streichresultat war ein neunter Platz.
Besonders gefreut hat ihn, dass er den aktuellen Vizeweltmeister Mike Holt aus USA hier bei Stark Wind halten konnte. Weiter waren Jan Saugmann (Dänemark, Weltmeister von 2008), Ian Pinnell (Großbritannien, Weltmeister 2009) und der zweimalige Olympiagewinner im FD Boysen-Böller (Dänemark) hinter ihnen. Philippe Boite (Frankreich, Tempestweltmeister) hatte nach erfolglosem Rennen auch noch einen Crash ohne Vorfahrt zu haben. Er brach die Serie komplett ab.
Geschlagen hat die beiden dann knapp Jens Findel aus Kiel, der mit einem Protest auf Wiedergutmachung nach einem Crash wieder ins Rennen rutschte.
Vom HSC mit dabei die beiden Hölls: Tina Hoell / Alexander Wilhelm auf Platz 44 und ihre Schwester Anna Hoell / Bernd Heinisch auf Platz 46.

Christian Kellner konnte seinen Erfolgen einen vierten Platz eim Eurocup der 505er in Cannes an Ostern einen vierten Platz unter 71 Booten hinzufügen. Er lag einen Platz hinter dem Weltmeister von 2008 Ian Pinnell.
Angetreten ist er mit seinem Ex Vorschoter Klaus Stammerjohann, der nach der 505er WM 2005 in " Seglerrente" ging. Nach einem Trainingstag mit Rumgestolpere im Boot ging es dann fast wieder in alter Form weiter.

